Musik in der U-Bahn
Berlin - Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich Musiker in der U-Bahn hasse? Es vergeht kein Tag an dem ich nicht auf der Hin- und Rückfahrt in der U1 deren Klänge hören muss. Da ist zum Beispiel dieser ältere extrem nach Alkohol riechende Mann, der jedes Mal die gleiche ca. 20 Sekunden lange Melodie auf seiner Ziehharmonika spielt. Oder die Frau, mit Lautsprechern im Rucksack aus denen extrem laute und verzerrte Musik kommt, die dann von ihrem Gesang begleitet wird. Im Prinzip hab ich ja nichts gegen Musik in der U-Bahn. Wenn sie nur nicht so extrem schlecht wäre. Ein einziges Mal wurde ich jedoch positiv überrascht. Eine Trio bestehend aus Kontrabass, Percussion und Gesang gab Balkanmusik zum Besten. Das war wirklich gute Musik. Aber warum sollte ich für Musik zahlen, die wirklich grottenschlecht ist? Wenn ich abends mit der U-Bahn nach Hause fahre, höre ich meistens selbst mit meinem mp3-Player Musik. Zum Beispiel höre ich dann gerade meinen derzeitigen Amy Winehouse Lieblingssong "Wake Up Alone", oder ich warte schon seit 10 Minuten auf das Tuba Solo von Tom Malone im Song "Farther O'Blivion" auf der Zappa CD "Imaginary Diseases". Genau in diesem Moment stellt sich dann einer 1m neben mich und spielt "Under the Bridge" auf einer 3 saitigen Gitarre aus dem Baumarkt.Geht mal Montag morgen um 9:00 in der Station Kottbusser Tor in den vorletzten Wagen der U1 Richtung Gleisdreieck. Da werde ich in einem Entenkostüm eine 10 Minuten lange freie Improvisation mit einem Kochlöffel auf einem Topf geben.
ms
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Kommentare
Als ob du montags morgens um neun schon wach wärst.
Posted by mry on 07 December 2009, 11:33(Die Balkanmusik fängt übrigens auch an zu nerven, wenn man sie täglich zweimal hört.)