Mein Leben als verwöhnter Student
Berlin - Obwohl sich die Zentrale des Axel Springer Verlags in Berlin befindet (übrigens in der Rudi-Dutschke Straße), liest hier kaum jemand die Bildzeitung.In Berlin liest man stattdessen: im Osten den Berliner Kurier und im Westen die B.Z. (gehört natürlich trotzdem indirekt zu Axel Springer). Und genau diese B.Z. schürt in einer Kolumne mächtig Stimmung gegen die Universitäten der Stadt. Die Empörung über den Artikel ist an den "verwöhnten" (Zitat B.Z.) Universitäten immerhin so groß, dass man eine Mitteilung an alle Mitarbeiter verschickte. Ausschnitt aus der Mitteilung:
Der Verfasser des Artikels ist Chefreporter der B.Z. und erhebt für sich den Anspruch, „Anwalt des kleinen Mannes“ zu sein.
Der Text appelliert an die niedrigsten Vorurteile den Universitäten und Professoren gegenüber und will damit natürlich auch möglichst scharfe Reaktionen provozieren. Daher unsere Bitte:
Nicht provozieren lassen, aber bitte dennoch sachlich richtigstellen.
Herr Schupelius ist mit dem Artikel auch in einem Video im Netz zu sehen (siehe link unten). Die Reaktionen aus seiner Leserschaft darauf, wie von ihm erhofft: überwiegend gegen die Unis.
Daher unsere große Bitte: nicht schweigen, sondern die Stimme erheben. Hier wird eine große öffentliche Meinung gebildet.
Im Prinzip macht die B.Z. mit diesem Artikel das, was sie sonst mit anderen Personen oder Gruppierungen macht. In diesem Fall versucht sie einen Keil zu treibten zwischen Akademiker und Nicht-Akademiker. Zum Glück ist bald wieder die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin und Potsdam, wo sich jeder selbst ein Bild von der Arbeit der Universitäten machen kann.
Hier gibt's den Artikel der B.Z. und die Möglichkeit einer Abstimmung. Dies war übrigens mein 200. Blogeintrag! Ich gehe jetzt in Huxley's Neue Welt zu Zappa Plays Zappa.
EDIT: Klaus Staeck wusste schon viel früher, was Sache ist.
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Kartoffelbrot



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Zen-Buddhismus und Zellulitis
Berlin - Endlich habe ich alle Prüfungen hinter mir. Ich habe mal nachgezählt: Ich habe in meinem Studium insgesamt 9 mündliche Prüfungen gemacht. Da 9 eine ungerade und "krumme" Zahl ist, werde ich wohl auch in Shanghai noch eine (dann wirklich letzte Prüfung) ablegen. Trotzdem ist jetzt erstmal Schluss mit Vorlesungen und Kursen. Ich werde nämlich nun so langsam anfangen an meiner Diplomarbeit zu arbeiten. Wenn nichts mehr schiefgeht, werde ich bei Prof. Stark eine Arbeit über statistische Modelle des Flagellenwachstums von Bakterien schreiben. Diese Flagellen (Foto) dienen Bakterien übrigens zur Fortbewegung. Mehr Infos dazu gibt's später.Aber wo ich gerade beim Thema Biologie bin: Ich muss noch kurz mein Leid kundtun, dass ich die letzten Tage hatte. Wie man unschwer erkennen kann, fehlt auf folgendem Röntgenbild etwas.
Das was auf dem Foto fehlt, war auf jeden Fall bis vor Kurzem noch da; wurde jedoch in einer über 60 Minuten dauernden Aktion von meiner Zahnärztin rausgehebelt. Diese 60 Minuten waren definitiv nicht vergnügungssteuerpflichtig. Dank weiterer Termine zur Bewältigung anderer Baustellen in meinem Mund war ich im letzte Monat geschätzte 9 Mal bei meiner Zahnärztin.
Da 9 eine ungerade und "krumme" Zahl ist, werde ich auch nächste Woche nochmal hin müssen. Ich kenne mittlerweile alle Bücher im Wartezimmer auswendig, inkl. dem Buch "Zen-Buddhismus und Zellulitis" - kein Scherz!
ms
Myfest in Kreuzberg
Berlin - Es folgen ein paar Fotos vom Myfest gestern in Kreuzberg. Das Myfest ist sozusagen der friedliche Teil des 1.Mai in Kreuzberg. Ab ca. 19 Uhr wurde es dann rund um den Kotti ungemütlich. Wir sind dann in die Oranienstraße gegangen und haben zusammen mit hunderten anderen Leuten auf der Straße getanzt. Siehe dazu auch das folgende Video, das ich gestern gedreht hab. Kurz nach Mitternacht war es aber auch dort mit der Ruhe vorbei und die Polizei verdrängte die Meute.Und nun die Bilder. Die meisten gibt's beim draufklicken auch in doppelter Größe.
Neben vielen Straßenkünstlern und Bands gab es auch eine Protestaktion mit einem Nullsummenspiel. Dort konnte jeder versuchen die Finanzkrise zu heilen.
Hier ist noch ein 100%-Ausschnitt (also jeder Pixel auf dem Bildschirm entspricht einem Pixel aus der Kamera) aus dem letzten Foto. Man beachte wie scharf das 31mm Objektiv, das ich mir neulich gekauft habe, abbildet.
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